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20 Jahre TÜV Saarland - ZWP

19.12.12
Bild von Festsaal

20 Jahre Partnerschaft:
ZWP Anlagenrevision GmbH und TÜV Saarland
Große Jubiläumsfeier mit anschließender Fachtagung in Dillingen

 

Die ZWP Anlagenrevision GmbH ist eine Erfolgsstory die der TÜV Saarland gemeinsam mit den Familien Engstler und Birringer geschrieben hat. In den zwanzig Jahren konnte der Umsatz der Gesellschaft mehr als verdreifacht und die Anzahl der Beschäftigten verdoppelt werden.
Diese positive wirtschaftliche Entwicklung des Unternehmens wurde zum Anlass genommen, mit mehr als 250 Gästen aus Politik, Wirtschaft, Öffentlichkeit und vor allem Kunden und Mitarbeitern des Unternehmens Jubiläum zu feiern.
Zwanzig Jahre TÜV Saarland und ZWP Anlagenrevision GmbH (kurz ZWP), das sind aber auch zwanzig Jahre gelebte Partnerschaft im Sinne effizienter Nutzung vorhandener Ressourcen. Der Einstieg eines mittelgroßen Dienstleistungsunternehmens wie dem TÜV, bei einem inhabergeführten Kleinunternehmen wie der ZWP, galt zu Beginn sicher für die meisten Beteiligten als gewagtes Experiment. Recht schnell entpuppte sich jedoch die Liaison der ungleichen Parnter als fruchtbare Zusammenarbeit. Brachte der TÜV Saarland Finanzstärke und Entlastung im Tagesgeschäft  für die täglichen Routinearbeiten in der kaufmännischen Führung des Unternehmens, so brachte ZWP ihrerseits viel Know-how im Bereich der zerstörungsfreien Prüfverfahren und andererseits viele gute Ideen aus der täglichen Arbeit mit Ihren Kunden.
Diese guten Ideen in die Praxis umzusetzen bedeutete, Geld in die Entwicklung neuer Prüfgeräte investieren zu müssen. Mit dem Fraunhofer Institut am Unicampus in Saarbrücken fand sich in direkter Nachbarschaft der notwendige wissenschaftliche Kooperationspartner, um auf Basis der Ideen die notwendigen Prüfgeräte zu entwickeln und die angewendeten Prüfverfahren auf der Basis vorhandener Normen zu qualifizieren.
Zur Information: Das Fraunhofer Institut für zerstörungsfreie Prüfverfahren (IZfP), sowohl Forschungsstätte als auch Partner der Industrie, befasst sich mit den physikalischen Methoden der zerstörungsfreien Prüfung, der Charakterisierung von Werkstoffen, mit der Kontrolle und Überwachung von Fertigungsprozessen und Anlagenkomponenten  und mit der Zustandsbeschreibung bestehender Infrastruktur. Dies erstreckt sich über mehrere Größenordnungen ob es sich nun um reale Berge, Brücken oder bloße Atome handelt.
Naben den traditionellen Prüfmethoden, die in der Industrie zur Kontrolle von Oberflächen oder Schweißverbindungen zur Anwendung kommen, konnten in den letzten Jahren zusammen mit dem IZfP Verfahren und Prüfgeräte entwickelt werden, um z. B. mit Hilfe von Ultraschallwellen die Standfestigkeit von Lichtmasten zu prüfen (LIMAtest), ohne den Mast bei der Prüfung einer mechanischen Belastung zu unterziehen.
Ein anderes Verfahren dient dazu, korrosive Stellen bei Rohrleitungen nachzuweisen (CORRfinder). Auch hierbei wird durch das angewendete Ultraschallverfahren keine mechanische Beanspruchung in die Rohrleitung eingeleitet.
Daneben werden auch bereits bestehende technische Verfahren , wie die Gruppenstrahlertechnik  (Phased Array) auf die spezifischen Anforderungen der Kunden der ZWP angepasst und in Übereinstimmung mit den einschlägigen Normen eigens qualifiziert.
Diese doch breitangelegte Anwendungsentwicklung wäre von einem kleineren mittelständischen Unternehmen alleine überhaupt nicht zu stemmen gewesen. In diesem Punkt zahlt sich die gesellschaftsrechtliche Verflechtung mit dem TÜV Saarland aus.
Gemeinsam mit der Familie wurden in den vergangen Jahren bei anstehenden zukunftsgerichteten Investitionen immer die notwendigen Mittel durch die Gesellschafter zur Verfügung gestellt. Von der Strategie sind beide Partner an einer langfristigen und erfolgreichen Entwicklung der ZWP AR interessiert.
Die Geschäftsbesorgung durch den TÜV Saarland schafft dabei für die ZWP zusätzliche Freiräume, um sich auf die wesentlichen unternehmerischen Aufgabe und Entscheidungen zu konzentrieren. Die weitere Nutzung der vorhandenen innovativen Technologie zur Ausschöpfung der sich bietenden Marktchancen steht dabei im besonderen Fokus. Hierzu werden derzeit in gemeinsamer Anstrengung u. a. auch zusätzliche Vertriebsstrukturen aufgebaut.
Somit hat sich in den letzten Jahren eine Symbiose aus Wissenschaft und mittelständischem Unternehmertun entwickelt, die sicher auch dem Standsort Saarland geschuldet ist. Denn die im Saarland vorherrschenden, sprichwörtlich kurzen, unkomplizierten Wege zu allen maßgeblichen Stellen sind ein entscheidendes Kriterium in der Fragestellung nach dem geeigneten Standort eine Unternehmens.

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